Moeder

Ausstellung im Casino Beringen (B), 8.–29. März 2026

Eröffnung zum Internationalen Frauentag 2026
Euregionales Künstlerinnen-Kollektiv  dreieck.triangle.driehoek

Alle Frauen haben eine Mutter, aber nicht alle Frauen sind selbst Mütter.
Es gibt Mütter, die sich bewusst für ein Kind entschieden haben, Frauen, die endlich Mütter werden, junge Mütter, ältere Mütter, Mütter, die ihr Leben bereuen, alleinerziehende Mütter, bewusst unverheiratete Mütter, ungewollte Mütter, Mütter, die leider keine Mutter sind, Mütter, die ihr Kind zur Adoption freigeben, Mütter, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, und Frauen, die bewusst nicht Mutter werden.Es gibt  die liebevolle, aufopfernde, nervöse, fürsorgliche Mutter, auch wütende, gemeine, herrische, strenge Mutter, daneben die kreative, freizügige, tollpatschige, unsichere Mutter, die Mutter gegen ihren Willen – und viele weitere Arten von Müttern.

Das Wunder der Mutterschaft wurde seit der Altsteinzeit (prähistorischer Zeit) in kleinen Figuren und Felszeichnungen dargestellt. Zahlreiche sogenannte Muttergöttinnen aus der Zeit von 25.000 bis 20.000 v. Chr. wurden in Europa gefunden. Diese Mutterfiguren zeigen meist große Brüste, ein volles Gesäß, breite Hüften und einen üppigen Bauch – all dies wichtig für Frauen, um Kinder zu gebären und zu stillen. Über Jahrtausende hinweg war dieses Mutterbild auf allen Kontinenten von Bedeutung.

Es hat sich im Lauf der Zeit gewandelt.
Das Wunder von Empfängnis und Schwangerschaft ist heute nicht mehr so ​​klar definiert. Die Aufgaben der Mutter – Stillen, Pflegen und Erziehen von Kindern – haben sich im letzten Jahrhundert deutlich verändert, und die Rolle der Frau in unserer heutigen Gesellschaft umfasst weit mehr als nur die Mutterschaft. Sie beinhaltet auch Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung, Kontrolle über den eigenen Körper, Verhütung, Fruchtbarkeit, künstliche Befruchtung und die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf. Letzteres ist noch immer nicht selbstverständlich – weltweit.

Wie viele Mütter entsprechen dem in unserer Gesellschaft vorherrschenden Idealbild der Mutter? Und was macht das mit all den Frauen, denen gesagt wird, sie seien keine guten Mütter? Und was hören Frauen, wenn sie sagen, sie wollen keine Kinder? Dürfen wir Frauen Mutterschaft so gestalten, wie wir es wünschen? Was denken Väter oder Partner darüber?

Die Künstlerinnen bieten sonntags Führungen an, um ihre Vision von Mutterschaft und ihre Arbeit zu erläutern. Termine und Uhrzeiten finden Sie in der Einladung sowie auf den Webseiten  www.ccberingen.be  und  www.dreieck-ev.de.

Meine Arbeit